Geld: Haushaltsbuch hilft Wirtschaften

Ein wenig Buchführung kann Familien helfen, mit ihrem Monatsbudget besser auszukommen. Der Deutsche Familienverband empfiehlt, ein Haushaltsbuch zu führen, um das eigene Konsumverhalten kritisch zu überprüfen. Wer seine Einnahmen und Ausgaben regelmäßig aufschreibt, kann sparen. Denn wie teuer etwas wirklich ist, wird den Familien oft erst bewusst, wenn sie die Ausgaben ins Haushaltsbuch eintragen.

Zwar erfordert die Führung eines Haushaltsbuches etwas Zeit und Disziplin. Wer jedoch seine Ausgaben täglich einträgt, braucht immer nur wenige Minuten. Wichtig ist, alle Kassenbelege bis zum monatlichen Kassensturz aufzubewahren, damit immer die exakten Beträge erfasst werden.

Wie bei jeder ordentlichen Buchführung gibt es auch beim Haushaltsbuch eine Haben-Seite und eine Soll-Seite. Auf der Haben-Seite werden alle monatlichen Einnahmen der Familie aufgelistet. Dazu gehören Lohn und Gehalt, Renten, Pensionen, Sozialleistungen, Unterhalt, Miet- und Pachteinkünfte, Zinsen, Dividenden.

Dem gegenüber gestellt werden auf der Soll-Seite die festen und die variablen Ausgaben. Feste Ausgaben sind Kosten für die Wohnung, also Miete, Nebenkosten, Energie, Hypotheken etc. Dazu kommen eventuelle finanzielle Verpflichtungen, zum Beispiel für Ratenkredite und Kontokosten. Ein nicht unbeträchtlicher Posten ist das Auto, das mit Monatsraten für den Kredit, Aufwendungen für Kfz-Versicherungen und Steuern zu Buche schlägt. Auch an Monatskarten für den öffentlichen Personenverkehr sollte man denken.

Wer Kinder hat, muss auch die Kosten für Kita, Taschengeld, den Sportverein oder den Klavierunterricht beachten. Zu den festen Kosten gehören außerdem Aufwendungen für die private Altersvorsorge, zum Beispiel Sparverträge. Nicht zu vergessen sind die Kosten für Medienabonnements und GEZ. Auch sie können sich unterm Strich summieren.

Ebenfalls auf der Soll-Seite der Haushaltsbilanz stehen die veränderlichen Ausgaben. Das sind Kosten für Ernährung, Bekleidung, Gesundheitspflege, Telefon, Freizeit usw.

Wer sein Haushaltsbuch auf diese Weise sorgfältig führt, kann am Ende des Monats die Summe der Soll-Seite von der auf der Haben-Seite abziehen. So sieht er auf einen Blick, ob unter dem Strich ein Plus oder Minus steht.

Es gibt diverse Hilfsmittel, die den Verbrauchern das Führen des Haushaltsbuches erleichtern. Beispielsweise haben die Verbraucherzentralen gerade ihren Ratgeber „Das Haushaltsbuch“ aktualisiert. Darin wird das Haushaltsgeld mit Hilfe von Wochen- und Monatsübersichten abgerechnet. In diese müssen nur noch die einzelnen Posten eingetragen werden.

Reiner Fischer