Kiera Chaplin

Es gibt niemanden, der es so „in den Genen hat“ und „so viel selbst geschaffen hat“ wie Kiera Chaplin, 23. Das meint Philip Beresford, der für die britische „Sunday Times“ die „Reichenliste“ zusammenstellt.

Die Enkelin des Stummfilmstars Charlie Chaplin hat es als Schauspielerin und Model auf ein geschätztes Vermögen von 30 Millionen Pfund gebracht. Sie ist Boss einer Filmproduktionsfirma in Hollywood, verkauft übers Internet Hubschrauber- und Ferrari-Modelle an Superreiche und zierte schon mit 19 den berühmten Pirelli-Kalender.

Äußerlich ähnelt die blonde Schönheit mit den blauen Augen ihren Chaplin-Vorfahren wenig. Wohl aber erbte sie ihre Power und die Abneigung gegen angepasstes Verhalten.

Charles Chaplin beschrieb seine eigene „Großmama mit dem Mädchennamen Smith“ als „kleine heitere Dame“, die eine halbe Zigeunerin war. Bemerkenswert an ihr fand er als Kind die Tatsache, dass sie vom Großvater getrennt lebte. Das war ein dunkler Punkt in der Familiengeschichte. Eine häusliche Dreiecks-Affäre soll der Grund gewesen sein, in deren Verlauf Großpapa die Großmama mit einem Liebhaber überraschte. „Die Moral unserer Familie mit üblichen Maßstäben zu messen wäre ebenso falsch wie ein Thermometer in kochendes Wasser zu stecken“, stand seitdem für Chaplin fest.

(Quellen: Stern, 18/2006, Charles Chaplin, „Die Geschichte meines Lebens“, Fischer-Verlag, ISBN 3-569-14061-7)