Spielen: Kartoffeldruck? Wie macht man das?

Ganz einfach! Selbst ungeschickte Erwachsene erreichen akzeptable Ergebnisse. Kindern gelingen mitunter sogar kleine Kunstwerke.

Kartoffeldruck: Ist eine weitgehend in Vergessenheit geratene Methode, Textilien aufzupeppen: Man stempelt farbige Motive darauf. Zum Beispiel auf T-Shirts, alte helle Hosen oder Röcke, Einkaufsbeutel oder Tischdecken. Kurz alles, was aus möglichst glattem, nicht imprägnierten Baumwollstoff ist. Die Ästhetik- Retrolook der 60iger Jahre – wirkt überraschend modern.

Kartoffeldruck ist vor allem eine schöne Beschäftigung für ein verregnetes Wochenende mit Enkelkindern. Er eignet sich bestens, wenn auf die Schnelle selbst gemachte Geschenke benötigt werden, weil irgendein Verwandter Geburtstag hat. Verglichen mit Batik macht Kartoffeldruck weniger Dreck.

Man braucht:

  • Einige rohe Kartoffeln
  • ein scharfes Küchenmesser
  • Stoffdruckfarben aus dem Bastelgeschäft bzw. Hobbymarkt
  • Pinsel
  • etwas festes Papier.
  • Zum „Arbeitsschutz“: Wachstuchdecke, Küchenrolle, Heftpflaster.

So geht es:

Kartoffel halbieren. Das Stempelmotiv bleibt stehen, der Hintergrund wird mit einem Küchenmesser weggeschnitten. Man kann das Motiv (z.B. Stern, Kreis, Baum…) auch auf Papier vorzeichnen. Es wird dann ausgeschnitten und seitenverkehrt (wichtig bei Buchstaben!) auf die Kartoffel gelegt. Dann wegschneiden, was von der Kartoffel noch zu sehen ist. Das Druckmotiv soll etwa einen halben Zentimeter hoch stehen bleiben.

Ist der Kartoffel-Stempel fertig, tupft man ihn mit einer Küchenrolle trocken, trägt mit dem Pinsel die gewünschte Farbe auf und dann kann das Drucken losgehen. Pedanten machen vorher natürlich einen Probedruck und planen den Musterverlauf.

Der Stoff soll auf einer festen Unterlage liegen. Vorsicht! Nicht doppelt legen (z.B. bei T-Shirts), weil sich die Farbe durchdrücken kann!

Normalerweise wartet man zwei, drei Tage, bis die Farbe richtig trocken ist. Dann wird das Stoffstück von hinten gebügelt. Die erste Wäsche sollte nicht zu heiß und nicht zu seifig ausfallen. Später verhält sich die Textilfarbe in der Wäsche völlig unauffällig.

PS: Kleinen Kindern schnitzt am besten Opa oder Oma den Stempel. Die Alternative zur Kartoffel ist Moosgummi. Wenn kein Stoff und keine Textilfarbe zur Hand sind, bedruckt man Papier mit einfachen Farben aus dem Tuschkasten.