Bringt Familien auf (Rad)Touren: Markus Braun

Markus Braun, 40, hat seine zwei Kinder, sechs und acht Jahre alt, schon früh aufs Rad gesetzt. Für diesen Herbst plant er eine Rad-Familien-Zelt-Tour entlang der Drau. Für ihn ist das die schönste Form, gemeinsam Urlaub zu machen, – und es ist auch sein Geschäft.

Seit sechs Jahren betreibt Markus Braun HIKBIK, einen kleinen feinen Reiseveranstalter in Lana, Südtirol, der Rad- , Mountainbike- und Wandertouren anbietet und sich durch Kinderfreundlichkeit auszeichnet.

GroßelternReport hat HIKBIK im vorigen Sommer getestet und dabei nur eines heftig bereut: mit eigenen Rädern gefahren zu sein. Die Leihrad-Kunden hatten den besseren Service. Sie hätten ihre Räder zur Not tauschen können. Wir mussten nach einem Tretlagerschaden an einem zwei Wochen alten Cannondale-Rad selbst bauen und schrauben.

GroßelternReport: Sind Sie alle Touren, die Sie anbieten, selbst gefahren?

Markus Braun: Nein, nicht ganz. Nur alle Touren, die wir selbst vermitteln und alle gut gebuchten Fremdtouren.

Wir haben auch einige Routen im Angebot, die selten gebucht werden. Die abzufahren, haben wir noch nicht geschafft. Wir haben da aber immer Partner, die wir von anderen Touren her kennen und wissen somit genau, worauf wir uns einlassen. In unserem Prospekt gibt es zu jeder Tour eine Charakteristik, die sagt, auf welche Schwierigkeit man sich einstellen muss. Wenn da steht „gemütlich“, dann stimmt das auch.

GroßelternReport: Waren Kinder dabei?

Markus Braun: Mit Kindern haben wir folgende Strecken mehrfach gemacht:DonauradwegDrauradwegEtschradwegHolland Rad und Schiff.

GroßelternReport: Welche Wege sind für kleinere Kinder gut? Sie wollen ja nicht so lange fahren und unterwegs auch mal etwas anders erleben, zum Beispiel Schafe füttern, ein Picknick machen oder baden.

Markus Braun: Da empfehle ich den Donauradweg (Passau-Wien bzw. Linz-Wien), den Drauradweg und „Holland Rad und Schiff“. Für Jugendliche interessant wäre der Etschradweg.

GroßelternReport: Braucht man eine besondere Ausrüstung?

Markus Braun: Ein Muss sind: Radlerhose, Helm, Radlerbrille, Regenzeug, Sonnenschutz / Kappe, Trinkflasche, Werkzeug sofern man mit eigenem Rad unterwegs ist.

GroßelternReport: Sie transportieren das Reisegepäck zu vorab geplanten Unterkünften. Was passiert, wenn man es bis dahin nicht schafft, weil man einen Unfall hatte, das Wetter nicht mitspielt oder das Kind einfach bockt?

Markus Braun: Also, das hängt von der Tour und dem momentanen Standpunkt ab. Es gibt bei allen Touren eine 7-Tage-Service-Nummer, unter der man immer Hilfe bekommt.

GroßelternReport: Kinder fahren gern nebeneinander und unterhalten sich dabei. Es ist ziemlich stressig, wenn sie immer wieder von Rennradlern auseinander geklingelt werden. Wer ist auf „ihren“ Touren unterwegs?

Markus Braun: Keine Sorge. Die Rennradfahrer radeln in erster Linie auf den Hauptstraßen und den Passstraßen. In Südtirol sind auf den Radwegen vorwiegend mehr oder weniger sportliche Familien und Kleingruppen unterwegs.