„Im Haus der Flynns“

Würden Sie Ihren Enkel aufziehen? Die Flynns haben keine Wahl. Ihr Enkel Danny ist sieben als seine Eltern tödlich verunglücken. Der Familienrat beschließt, dass Danny im Haus von Grandma und Grandpa Flynn aufwachsen soll und sich alle aus dem weit verzweigten Clan abwechselnd um ihn kümmern. Das geht gut, aber es vergehen einige Jahre voller turbulenter Zwischenfälle, bis sich alle in ihre neue Rolle gefunden haben.

Der heranwachsende Danny erzählt darüber. Es gibt Hochzeiten, Begräbnisse und andere feucht-fröhliche Familienfeiern. Danny wird Zeuge der „Männertreffen“ seiner Herzen brechenden Cousins und ihrer Prügeleien mit Rivalen. Es gibt irrwitzige Odysseen, wenn Danny mit Grandpa durch Chicago streift und dabei nicht selten in einer Kneipe landet. Manchmal sitzt er auch nur still bei Grandma in der Küche und beobachtet, beinahe unsichtbar geworden, seine chaotische Familie. Es entsteht ein liebevolles, lebenspralles Porträt einer irisch-amerikanischen Sippe.

Die Zeit ist in etwa die unserer Kindheit, die Jahre um 1955. Die Handlung spielt in einem kleinen Ort nahe Chicago. Autor Michael Raleigh ist selbst Sohn irischer Einwanderer. „Die Geschichte der Flynns ist nicht ihre Geschichte“, sagt er. „Aber es hätte sie sein können.“ Mehr zum Buch

Michael Raleigh, „Im Haus der Flynns“
Wilhelm Heyne Verlag München, ISBN 3-453-40068-2