Geld: Die Zeit spart mit – Langfristige Geldanlagen für den Nachwuchs

Es gibt viele Möglichkeiten, für den Nachwuchs zu sparen. Das gute alte Sparbuch, das noch immer von vielen Großeltern für ihre Enkel angelegt wird, ist dabei die schlechteste Wahl. Die Zinsen liegen derzeit unter einem Prozent, das gleicht nicht einmal die aktuelle Inflationsrate von zwei Prozent ab.

Etwas renditestärker und ebenso sicher ist ein Tagesgeldkonto. Es ist flexibler, die Verzinsung ist höher. Allerdings muss man damit rechnen, dass sich der Zinssatz im Laufe der Zeit ändern kann. Anders als beim Sparbuch kann man jederzeit über das Geld verfügen. Klassischerweise eignet sich das Tagesgeldkonto mehr für kurz- als für langfristige Geldanlagen.

Weit verbreitet sind Banksparpläne. Auch sie sind ein sicheres Investment. Der Kunde vereinbart mit der Bank feste Monatsraten über eine bestimmte Laufzeit. Banksparpläne gibt es mit festen und variablen Zinssätzen. Meist behalten sich die Banken vor, die Zinsen dem aktuellen Marktniveau anzupassen. Das tun sie sehr rasch, wenn sie fallen und eher zögerlich, wenn sie steigen. Einen Sparplan über längere Laufzeiten mit festem Zinssatz sollte man nur dann abschließen, wenn die Zinsen auf hohem Niveau sind. Denn man legt sich über Jahre fest.

Die höchsten Renditechancen für langfristige Sparer bieten Aktienfonds. Sie werden auch von der Stiftung Warentest empfohlen, allerdings nur mit Mindestlaufzeiten um die 20 Jahre. In diesem Zeitraum gleichen sich Kursschwankungen an der Börse erfahrungsgemäß aus Anleger, die sich dafür entscheiden, sollten darauf achten, dass im Fonds möglichst viele Aktien aus verschiedenen Branchen und Ländern enthalten sind, so die Stiftung Warentest. Damit sinkt das Verlustrisiko.

Allerdings steht fest, dass das Aktiengeschäft insgesamt risikoreicher ist als Sparbuch oder Banksparplan. Wer sich davor scheut, und dennoch ordentliche Renditen erzielen will, kann in einen Rentenfonds einzahlen. Dabei kommt aber unterm Strich weniger heraus als beim Aktienfonds.

Viele Eltern und Großeltern schließen so genannte Ausbildungsversicherungen zugunsten des Kindes ab. Das sind Kapitallebensversicherungen, die jedoch recht unflexibel sind. Im Notfall kommt man nur mit Verlusten an das Kapital heran. Auch unter Renditegesichtspunkten betrachtet, sind Ausbildungsversicherungen unattraktiv, meint die Stiftung Warentest.

Egal, welche Sparform man wählt, es empfiehlt sich, die Spareinlage immer im Namen des Kindes zu führen. Dann kann es von seinem eigenen Sparerfreibetrag Gebrauch machen. Das ist vor allem dann wichtig, wenn Eltern oder Großeltern noch andere Geldanlagen besitzen.