Ich wünsche mir Großeltern für mein Kind, aber meine Eltern verweigern sich

Seit ich meinen Eltern freudig erzählte, dass ich ein Kind erwarte, habe ich nie mehr etwas von meiner Mutter gehört. Ihre Reaktion, als ich ihr (mehr aus Spaß) sagte, dass sie auch mal auf das Kind aufpassen könne, war: "Wieso, das ist doch dein Kind". Sie geht seither nicht mehr ans Telefon. Sie hat mir nie zur Geburt meines Kindes gratuliert. Mein Sohn ist jetzt 8 Monate alt.

Ich frage mich, was mit meinen Eltern los ist?! Mein Vater kam dreimal bei uns vorbei seit der Geburt. Jedesmal tat er so als wäre alles in Ordnung, aber ich konnte danach nächtelang nicht schlafen. Es ist, als reiße er mit seinen Besuchen immer wieder alte Wunden auf.

Andererseits bin ich auch froh, dass er überhaupt schon mal aufgetaucht ist. Er gibt mir aber keine Antwort auf meine Fragen, warum alles so krankhaft verlaufen ist. Ich habe schon überlegt, erst einmal auf seine seltenen spontanen Besuche zu verzichten.

Ich dachte, dass ich mit der Zeit über dieser Sache stehe und mich irgendwie damit abfinde. Aber das Thema bleibt immer präsent und wenn ich mein Kind ansehe, kann ich einfach nicht verstehen, dass es von den eigenen Großeltern so ignoriert wird! Leider wirkt sich diese ganze Situation sehr negativ auf mein Gemüt aus, was sogar in Streitereien mit meinem Mann endete. Was kann man dazu sagen außer mit dem Kopf schütteln? Jana

Liebe Jana,

Ihren Vater dafür zu bestrafen, dass er Sie besucht, wäre unlogisch. Er verkörpert sozusagen das "Tauwetter" in der Familie. Vielleicht gibt Ihre Mutter ihre Total-Verweigerung ja doch irgendwann auf.

Dass der Vater nicht redet, sollte Ihnen egal sein. Was soll er sagen, ohne illoyal gegenüber Ihrer Mutter zu sein? Sein Verhalten spricht für ihn. Möglicherweise kommt er sogar heimlich. Messen Sie ihn an seinen Taten und quälen Sie ihn nicht mit Psychologie, damit vergraulen Sie ihn nur. Machen Sie sein Erscheinen zu einem Vergnügen für ihn und sich, damit er gern wiederkommt und etwas von dem Glück nach Hause trägt. Er sollte spüren, dass Sie keine Hilfe wollen, sondern Anteilnahme.

Ich kann mir vorstellen, dass Ihr Papa noch sehr viel wacher wird, wenn Ihr Sohn kein Baby mehr ist, sondern ein kleiner Junge. Da kann sich noch viel entwickeln, wenn Sie es jetzt nicht verderben. Mit Babys können die meisten Männer um die 60 nicht so gut..., und selbst manche Frauen steigen erst ab dem Kleinkindalter ihrer Enkel wieder ein.

Lassen Sie sich von den wunderlichen Zicken Ihrer Mutter nicht das Leben vermiesen, insbesondere nicht Ihre Partnerschaft. Versuchen Sie, Ihr Brücken zu bauen, über die sie ohne Gesichtsverlust wieder zu Ihnen finden kann. Sie könnten sie zum Beispiel "zufällig" beim Geburtstag eines Verwandten treffen. Starten Sie dann nicht mit Vorwürfen.

Uta A.

Veröffentlicht am 23. November 2011. (91 Tage alt) in Kummerkasten
 

„Stimmts, Opa“, sagte Anton gestern dicht an meinem Ohr, „das Leben ist ungerecht.“ „Und gefährlich, Alter!“, ranzte ich ihn wütend an. Der Kerl hatte mich aus dem schönsten Schlummer geschreckt.

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