Großmütter machen Kinder intelligenter

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Selbst ist der Mann: entschlossener Ausflug zur Inspektion von Omas Garten. Mit Proviant in der Hand, versteht sich. (Foto: A.Thomas)

Erstaunliche Entdeckungen über Großmütter, Enkelkinder und Väter machte Anthropologin Sarah Hrdy beim Studium eines zentralafrikanischen Pygmäenvolkes, der Aka:

  • Bei den Aka leben manche Familien mit den mütterlichen Verwandten zusammen, andere mit den väterlichen. Das hat unterschiedliche Auswirkungen auf das Verhalten des Vaters. Sind die Großmütter mütterlicherseits zugegen, helfen diese erfahrenen Frauen bei der Kinderpflege. Dann kümmert sich der Vater fast gar nicht um sein Kind. Lebt das Paar aber in der Herkunftsfamilie des Mannes, sieht das anders aus. Seine Familie fühlt sich nämlich dem Baby und dessen Mutter kaum verpflichtet. Die Folge: Der Vater verbringt dreißigmal mehr Zeit mit seinem Kind. Hrdy: "Offenbar springen Männer nur in die Bresche, wenn sie müssen."

  • Wenn Kinder von mehreren Bezugspersonen abhhängig sind, brauchen sie mehr Fähigkeiten als etwa ein Schimpansenkind das von seiner Mutter kaum aus der Hand gegeben wird und alles automatisch von ihr bekommt. Menschen-Kinder müssen sich in ihre verschiedenen Pfleger hineinversetzen können und lernen, sie zu manipulieren. Je besser sie sich darauf verstehen, desto größer sind ihre Überlebenschancen. So entstand ein Wettbewerb in sozialer Intelligenz, die den Menschen erst ausmacht.

  • Kinder wachsen schneller, sind intelligenter und haben aber auch eine bessere Bindung an die Mutter, wenn sie mit einer Großmutter aufwachsen.

  • Stupsnase und Pausbäckchen wirken wie Sex oder Kokain. Der bloße Anblick von Babygesichtern regt im Kopf von Müttern (und vermutlich auch Großmüttern!) das sogenannte Belohnungssystem an, wie Hirnstrommessungen zeigen.

Quelle

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Veröffentlicht am 15. Januar 2010. (53 Tage alt) in Wussten Sie schon
 

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