Ätherische Öle für Kinder tabu
Es klingt so schön „natürlich“: Nelkenöl, Pfefferminzöl, Kamillenöl... Und es duftet so gut. Äherischen Ölen traut man zu, dass sie Symptome wie Kopfschmerzen, eine verstopfte Nase oder leichte Verstimmungen lindern können, sei es als Raumduft , zum Inhalieren oder als Einreibung. Manchmal klappt das auch.
Wer Kinder im Haus hat, sollte das jedoch gar nicht erst versuchen . Vor allem Kleinkinder unter drei Jahren reagieren mitunter extrem heftig auf ätherische Öle. Diese Art Öl reizt die empfindlichen Schleimhäute und die Haut und kann Erbrechen und Bewegungsstörungen hervorrufen. Schlimmstenfalls löst bereits ein unverdünnter Tropfen Verkrampfungen des Kehlkopfes oder Atemstillstand aus. Immer ist mit Allergien zu rechnen, speziell bei Ölen, die Essenzen verschiedener Pflanzen enthalten.
Als „Hausmittel“ in der großelterlichen Hausapotheke für die Enkel haben ätherische Öle deshalb nichts zu suchen. Wer sich selbst gern mit Kampfer-, Citrus- oder Eukalyptusdünsten umgibt, sollte in Gegenwart von Kindern darauf verzichten.
(Quelle: Berliner Zeitung 4.11.09)
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