Wann zum Arzt mit den Enkeln?

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Erleichterte Großeltern: Die Medizin vom Kinderarzt hat geholfen, das Kind soll nur noch ein wenig Bettruhe halten ... Zeichnung: Riegenring

Es bleibt leider nicht aus, dass Kinder auch einmal krank werden, während sie - z.B. in der Ferien - bei Oma und Opa sind. Und nicht immer sind dann die Eltern gleich zur Stelle. Was also tun?

Mit den Erfahrungen der eigenen Elternzeit im Rücken wird man nicht bei jedem Wehwehchen gleich in Panik verfallen. Das eine oder andere Hausmittel kann erste Symptome lindern. Da es letztlich aber doch fremde Kinder sind, die einem anvertraut wurden, kommt dennoch Unruhe auf.

Bei folgenden Formen "normaler" Beschwerden sollten Großeltern nicht erst abwarten und selbst herumlaboriereren, sondern den Kinderarzt aufsuchen:

Schnupfen/Husten: (beides ist besonders für Babys sehr belastend)

  • Babys Nase ist nachts verstopft, gelbe Schleimbläschen sind zu sehen, der Säugling schwitzt, atmet schwer, saugt schlecht
  • Baby hat Fließschnupfen und langsam steigendes Fieber
  • Baby hat eine stark entzündete „Laufnase“, niest oft
  • Babys Nase läuft mal und ist dann wieder verstopft, das Kind ist weinerlich, trinkt nicht, es geht ihm abends besonders schlecht
  • trockene Hustenanfälle bei rotem Kopf und kalten Händen und Füßen, hohes Fieber
  • trockener nächtlicher Reizhusten mit Brechreiz
  • trockener schmerzhafter Husten mit Nasenbluten, Heiserkeit, Schwäche, Durst auf Kaltes
  • Verschleimte Atemwege am Morgen, zäher glasiger Schleim

Halsschmerzen:

  • starkes Halsweh, geschwollener Hals, rotes heißes Gesicht, plötzliches Fieber
  • starkes Halsweh, das in die Ohren ausstrahlt

Ohrenschmerzen:

  • plötzliches hohes Fieber bei einem Kind, das häufig Mittelohrentzündung hat
  • Ohrenschmerzen mit knallroten Ohren, bei denen eine Wange blass ist, die andere rot
  • Plötzliche pochende Ohrenschmerzen, Schmerz bei Berührung der Ohren
  • Wiederkehrende Ohrenentzündung mit rotem Kopf, steigendem Fieber und oft auch Nasenbluten

Magen-Darm-Probleme:

  • Brechdurchfall ohne Schmerzen und ohne Durstgefühl
  • Erbrechen bei kleinsten Bewegungen oder nach dem Essen

Verletzungen:

  • Verstauchung von Armen oder Beinen
  • pochende Schürfwunden, die anfangen zu eitern
  • nicht heilende, nässende Schürf-, Platz, Riss- oder Schnittwunden

Besondere Eile ist geboten, wenn:

  • das Kind schwach, zittrig und schläfrig ist, über dumpfe Schmerzen vom Nacken über den Kopf bis zur Stirn klagt und das Fieber langsam steigt
  • bei starken Beschwerden, die zunehmen
  • bei großen Schmerzen
  • wenn das Kind noch sehr klein ist
  • bei hohem Fieber
  • bei eitrigen Infekten
  • wenn das Kind nicht trinkt
  • bei sich ausbreitenden Hautentzündungen
  • bei heftigem Sonnenbrand mit Blasenbildung, Benommenheit, Zittern und Frösteln

Im Zweifelsfall sollten Großeltern mit einem erkrankten Enkelkind immer einen Kinderarzt konsultieren! Lassen Sie sich von den Eltern vorsorglich die Telefonnummer des Arztes geben, der das Kind kennt, damit Sie sie parat haben, wenn sie gebraucht wird. Auch die nächste Rettungsstelle sollten Sie kennen.

(Quelle: „Baby und Familie“, April 2009, fachliche Beratung durch Dr. Patrick Kreisberger, Kinder- und Jugendarzt in Kissingen, Bayern)

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Buch-Tipp:

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Für medizinische Laien gut verständlich, einprägsam und sogar unterhaltsam wird erklärt, wie man Kindern im Notfall richtig hilft. Großeltern, die häufig mit Kindern zu tun haben, sollten ruhig mal "vorbeugend" ins Buch schauen. Sie - und die Eltern der Kinder - werden sich danach sehr viel sicherer fühlen, zumal es über erste Hilfe und Sofortmaßnahmen hinaus geht.

Veröffentlicht am 2. Juli 2009. (1052 Tage alt) in Ratgeber
 

„Stimmts, Opa“, sagte Anton gestern dicht an meinem Ohr, „das Leben ist ungerecht.“ „Und gefährlich, Alter!“, ranzte ich ihn wütend an. Der Kerl hatte mich aus dem schönsten Schlummer geschreckt.

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kussmann