Die Kinder von heute - egoistisch und verwöhnt

Die meisten Klagen kommen von Menschen über 60, also der Großelterngeneration.
Mainz, 6. März 2009. – Im Vergleich zu Kindern vor zwanzig Jahren gelten die heute Heranwachsenden als verwöhnter, egoistischer und häufiger gewalttätig. Verantwortlich dafür sei vor allem ihre Erziehung. Einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach (IfD) im Auftrag des FORUMs FAMILIE STARK MACHEN (FFSM) zufolge sind 58 Prozent der Bevölkerung der Ansicht, dass Kinder heute im Allgemeinen schlechter erzogen sind als früher.
Befragte sehen meist gleich eine Vielzahl von Erziehungsmängeln: 63 Prozent erklären, die Heranwachsenden seien heute verwöhnter als noch vor zwanzig Jahren. Jeweils 62 Prozent halten die heutigen Kinder für materialistischer, besitzorientierter und fordernder. Ähnlich viele Befragte beobachten häufig an Kindern Rücksichtslosigkeit (58 Prozent) sowie eine größere Neigung zur Gewalt (62 Prozent). An der zum Teil krassen Jugendsprache stören sich 53 Prozent. Eine schlechtere Konzentrationsfähigkeit bemängeln 45 Prozent. Auffallend ist: je mehr eigene Erziehungsverantwortung Menschen haben und je enger ihr Kontakt zu Kindern ist, desto weniger Kritik üben sie an ihnen.
Mehr über Ursachen und Hintergründe geht hoffentlich aus dem Generationenbarometer hervor, das am 8.April veröffentlicht wird. (Wir berichten)
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