Opa, wie war's im Himmel?

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Die oben zitierte Frage ist kein Beispiel für Kindermund. Enkel Daniel Krämer richtete sie an seinen Großvater Sigmund Jähn, den Kosmonauten. Der war schließlich da oben. Unser Lesetipp: Zeitmagazin Nr.1

Im Dezember 2008 bat das Zeitmagazin Großeltern und ihre (fast) erwachsenen Enkel zum Gespräch darüber, was im Leben wichtig ist. Die hatten sich zu diesem Thema wirklich was zu sagen. Und das offenbar schon seit vielen Jahren.

Die Journalisten belauschten

GroßelternReport findet: Schöne Idee, auch mal den Umgang der Generationen miteinander zu betrachten, wenn die einen nicht mehr in den Windeln stecken und die anderen noch nicht.

Zunächst meinte man offenbar, man müsse Leute aufbieten, die es bis in Wikipedia geschafft haben, um das Leserinteresse zu wecken. Doch dann tritt Zeitautor Christoph Amend an. Er berichtet, noch immer selbst erstaunt, dass ihm seine Großmutter Lotte kurz vor ihrem Tod ihr Lebensgeheimnis anvertraute. Sie war, bevor sie seinen späteren Großvater ehelichte, drei Jahrzehnte lang die Geliebte eines verheirateten Mannes gewesen. Eine unscheinbare Schwäbin des Jahrgangs 1918 lässt den berühmten Vorkämpfer der sexuellen Selbstbestimmtheit Kolle mal eben ein bißchen alt aussehen. Was mag in all den Omas und Opas stecken, denen niemand sein geneigtes Ohr leiht!

Veröffentlicht am 7. Januar 2009. (1228 Tage alt) in Buchtipps
 

„Stimmts, Opa“, sagte Anton gestern dicht an meinem Ohr, „das Leben ist ungerecht.“ „Und gefährlich, Alter!“, ranzte ich ihn wütend an. Der Kerl hatte mich aus dem schönsten Schlummer geschreckt.

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kussmann