Die meistgehassten Erziehungsfehler der Großeltern-Generation

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Ausgangssperre, als Erziehungsmittel schon immer fragwürdig. Heute hat sie viel von ihrem Schrecken verloren und wird gern durch Fernseh- oder Computerverbot ersetzt. Zeichnung: Wilmar Riegenring

Jeder macht Fehler in der Erziehung und jeder macht andere. Dennoch gibt es soetwas wie klassische Erziehungsfehler.

Hier kommt eine Liste der antiquiertesten Erziehungsmethoden. Sie vor allem sind es, die Eltern von heute unbedingt vermeiden wollen. Sie wissen nämlich noch ganz gut, dass sie Kinder nur traurig, verunsichert oder wütend machen statt "besser":

Liste der (hoffentlich) aussterbenden Erziehungsmethoden:

  • Strafen durch Liebesentzug, Nichtbeachten und Schweigen
  • Mitsprache verbieten
  • Gehorsam verlangen, Drill
  • Erziehen durch Angst ("Das sag' ich Papa!"/"Davon wirst du krank!")
  • Keine gemeinsamen Aktivitäten in der Familie wie Wandern, Backen oder Badengehen
  • Ausrasten und Brüllen bei Stress
  • Freunden der Kinder den Besuch verbieten
  • Hektik, mit halbem Ohr zuhören
  • Kind zu Oma abschieben
  • Ordnung/Sauberkeit/Manieren überbewerten
  • Überreaktion, wenn Kind „versagt“ (Schule)
  • Kleinmachen, unselbständig halten ("Das schaffst du nie!")
  • Geschwister gegeneinander ausspielen ("Nimm dir mal ein Beispiel an deiner Schwester!")
  • Unberechenbares Verhalten, Launenhaftigkeit

Im Bemühen, es besser zu machen, verfallen junge Mütter und Väter aber mitunter ins krasse Gegenteil. Sie beziehen beispielsweise Kinder in Entscheidungen ein, deren Tragweite diese noch gar nicht ermessen können oder ertragen die Anwesenheit lärmender Spielgefährten, obwohl sie gern ihre Ruhe hätten.

lob

(Lob, großzügig eingesetzt, ist die Nr. 1 auf der Hitliste der erfolgreichen Erziehungsmittel. Gefolgt von "Vorbild". Raucht dieser Vater hier oben...? Hm, nu ja ... Zeichnung: Wilmar Riegenring)

Es ist ziemlich schwierig, die selbst erlebte Erziehung zu vergessen und einen eigenen Stil zu entwickeln. Denn Erziehung wirkt wie eine Programmierung. Im Alltagsstress greifen wir schließlich doch auf die alten Muster zurück, sobald wir selber die Elternrolle haben.

Kinder sind da deutlich kreativer. Sie zeigen eine bunte Palette von Macken und Kapriolen, die ihren Erziehern seinerzeit noch nicht einmal im Traum einfielen. Welcher Vater hockte als Kind schon stundenlang vorm Computer ohne hochzugucken, geschweige denn, mal den Mülleimer rauszubringen, so wie heute sein Sohn. Das muss bestraft werden: Spaßbad, nicht unter drei Stunden!

Veröffentlicht am 12. Oktober 2008. (1314 Tage alt) in Wussten Sie schon
 

„Stimmts, Opa“, sagte Anton gestern dicht an meinem Ohr, „das Leben ist ungerecht.“ „Und gefährlich, Alter!“, ranzte ich ihn wütend an. Der Kerl hatte mich aus dem schönsten Schlummer geschreckt.

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kussmann