Deutsche Großeltern sind überdurchschnittlich fürsorglich

Im Einsatz für ihre Enkel sind deutsche Großeltern überdurchschnittlich aktiv. Das fanden die Wiener Demographin Isabella Buber und ihr Kollege Karsten Hank von der Universität Mannheim heraus. Für ihre Studie befragten sie 31 000 ältere Menschen in elf europäischen Ländern. Danach kümmern sich fast 50 Prozent der Großväter und an die 60 Prozent der Großmütter regelmäßig um die Kinder.

Mehr als die deutschen leisten die Großeltern in südlichen Ländern. Sie haben mindestens einmal pro Woche mit dem Nachwuchs zu tun. Im Norden ist das nur halb so oft der Fall. Die Forscher sehen dafür zwei Gründe: die besseren öffentlichen Kinderbetreuungsangebote in Skandinavien und weniger räumliche Nähe zueinander.

Überrascht zeigte sich Karsten Hank über das Ausmaß des Engagements der Opas. Er vermutet, dass die Herren bei der Befragung ein wenig übertrieben haben und sich mit anrechnen, was in Wahrheit die Oma tut.

Dass es überhaupt einen „integrativen Transfer“ zwischen den Generationen gibt, ist erst durch die gestiegene Lebenserwartung möglich geworden. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts habe man seine nächsten Ahnen meist nur aus Erzählungen gekannt, so Hank.

(Quellen: SZ, 21.12.07, Seniorenratgeber 4/08)

Veröffentlicht am 25. April 2008. (1484 Tage alt) in Wussten Sie schon
 

„Stimmts, Opa“, sagte Anton gestern dicht an meinem Ohr, „das Leben ist ungerecht.“ „Und gefährlich, Alter!“, ranzte ich ihn wütend an. Der Kerl hatte mich aus dem schönsten Schlummer geschreckt.

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kussmann