Geschenkideen für Weihnachten

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Das Schachspiel war nicht gerade altersgerecht. Egal. Die netten Pferdchen dürfen demnächst vorm Puppenhaus grasen. (Foto: Ch.Roman)

Im Idealfall ist ein Geschenk auch eine Überraschung. Aber damit steigt auch das Risiko, falsch zu liegen. Vor allem, wenn man die heimlichen Wünsche der Enkel nicht genau kennt. Stimmen Sie sich also mit den Eltern ab, wenn es um teure Anschaffungen geht, z.B. Fahrrad, Ski-Ausrüstung, Fotoapparat, i-Pod. Oder auch solche, die Kosten nach sich ziehen, wie das Handy. Am besten, man teilt sich hinein. Auch über Dinge, die viel Platz in der Wohnung brauchen, sollten Sie besser vorher mit den Eltern reden.

Erkundigen Sie sich nach den Hobbies der Kinder. Die können sehr schnell wechseln Was vor einem halben Jahr noch angesagt war, kann heute schon „voll daneben“ sein. Wenn z.B. der Harry-Potter-Fan inzwischen auf Lego-Technik abfährt, ist der Zauberhut out.

Bei Kleidung: Größe und Stil erkunden. Hier hilft es durchaus weiter, die Lieblingsmarke zu kennen. Damit kann man am wenigsten falsch machen.

Kassenzettel aufheben! Ein Umtausch ist lästig, aber allemal besser als ein ungeliebtes Geschenk.

Für Babys und Kleinkinder:

  • Fingerpuppen (z.B. Teufel und Prinzessin für Geschwister)
  • Wärmflasche als Kuscheltier
  • Puppenhaus
  • Bauernhof mit Tieren
  • Puppenküche
  • Kaufmannsladen
  • Abwaschbare Bücher
  • Papp-„Bilder-Wörterbücher“ (z.B. von Duden, „Mein Körper“)
  • Spielkram für die Badewannen (z.B. „Badefarben“)
  • Puppenkleider
  • Bastelzubehör (Knete, Papier, Stempel)
  • Holzbausteine
  • Quietschbunte Gummistiefel
  • Holzeisenbahn/Feuerwehr
  • Spielzeugtelefon
  • Puzzles mit wenig Teilen
  • Steckspiele
  • Kugelbahn (mit großer Kugel)
  • die ultimative Puppe (wie man sie findet)

Tipp: Schenken Sie Spiele, die Sie selbst gern mit den Kindern machen würden.

Schenken sie einen hochwertigen Grundbaukasten, der es wert ist, erweitert zu werden. Er wächst mit dem Kind mit - und Sie sind aller Sorgen ledig: Einfach beim nächsten Schenk-Anlass den nächsten Zusatzkasten besorgen.

Wenn Sie Zubehör für Spiele schenken, die die Kinder bereits haben, z.B. Tiere für den Bauernhof, macht es sich gut, den Bauernhof selbst vor Weihnachten verschwinden zu lassen. Dann ist die Freude umso größer, wenn er am Heiligabend in neuem Glanz wieder auftaucht.

Früher versteckte man vor Weihnachten die Puppen, die dann neu eingekleidet zurückkehrten. Das kommt auch heute noch gut an.

Geschwister sollten nicht, der Gerechtigkeit wegen, das gleiche Spielzeug bekommen. Geschenke, die sich ergänzen, machen mehr Spaß. Dann kann man unterm Tannebaum prima spielen. (z.B. Arzttasche und Krankenauto)

Kleine Kinder packen gern aus. Verteilen Sie also Ihre Gaben auf möglichst viele Päckchen. Symbolisch gesagt: Packen Sie die sieben Zwerge einzeln ein!

Der Geldwert eines Geschenks ist kleinen Kindern völlig egal, darauf achten höchsten die Eltern. Für Kinder zählt der Spielwert.

Wer zu Teures schenkt, beschämt manchmal die anderen, z.B. die andere Großeltern-Seite, die nicht mithalten kann. Seien Sie also vorsichtig, damit es nicht interpretiert wird als: "Ich habe dich mehr lieb als die andere Oma!"

Für Vorschulkinder und jüngere Schulkinder:

  • Tafel, Schwamm und bunte Kreide
  • Zauberkasten
  • Lupe
  • Fernglas
  • einfaches Mikroskop
  • Flaschenteufel
  • Arztkoffer (Verbände, Pflaster, Stethoskop, "Medizin", ev. „Kunstblut“ , Notruf-Telefon. Kann man alles gut selber zusammenstellen)
  • Puppenkopf zum Frisieren
  • Bastelzubehör (Papier, Schere, Stempelkasten, Moosgummi, Filz)
  • Häkelnadel und Wolle
  • Barbiepuppen-Zubehör
  • Puppenwagen (alternativ: Leiterwagen, Puppenbett)
  • selbst genähtes Kuschelkissen, z.B. aus zu klein gewordenem Lieblingspullover
  • Mandalas
  • Steckspiele
  • Perlen zum Auffädeln
  • bunter Haarschmuck: Spangen, Stirnbänder
  • Spiele mit Magneten
  • individualisierte T-Shirts (mit Name oder witzigem Foto, z.B. der Familienhund mit Weihnachtsmütze)
  • Taschenlampe
  • Hüpfball
  • Jutesäcke zum Sackhüpfen für draußen
  • Immer richtig: Ergänzungen zu vorhandenen Baukästen

Flopps: Spielzeug für draußen, das in der kalten Jahreszeit nicht ausprobiert werden kann, z.B. Planschbecken, Spritzpistole, Buddelzeug, Schaukel

Für ältere Kinder und Jugendliche:

  • Magnettafel oder Pinwand
  • Hairstyler (zum Glätten oder Locken)
  • MP3-Player im angesagten Design
  • Klamotten (Vorsicht. Sicherer sind Accessoires, z.B. Gürtel, Schals, Mützen, Umhängetaschen)
  • Musikinstrument (nicht ohne Absprache!)
  • Computerzubehör (individualisiertes Mousepad, Spezialpapier für Drucker...)
  • Überleben-in-der-Wildnis-Zubehör (z.B. bei Globetrotter)
  • Werkzeug (Fahrradwerkzeug)
  • Nageletui
  • Kosmetik (Lipgloss und Wimpernspirale sind immer willkommen, gern in hübschem Täschchen)
  • vergrößernder Schminkspiegel
  • besonders edle Körperpflege und Haarstyling (auch Jungen mögen beides inzwischen gern)
  • Hängematte
  • Tagebuch zum Abschließen
  • Hanteln, Gymnastikband
  • Kinogutschein
  • Abo für Hobbyzeitschrift
  • Sprachkurs
  • Tanzkurs (überaus angesagt!)
  • Stilberatung mit Fotoshooting
  • Wieder in Mode: selbst gestrickte Stulpen
  • Handy (Variante ohne Schuldenfalle)

Flopps: Geld wird gern genommen, insgeheim aber als unkreativ abgelehnt. Schenken Sie wenigstens eine Kleinigkeit „für die Seele“ dazu. Gleiches gilt für Versicherungen oder div. Geldanlagen, seien sie auch noch so vernünftig. Ebenso für Gutscheine.

Belehrende Geschenke können sehr kränken, z.B. Diätbuch für Dicke, Duden für Deutsch-Muffel, Aschenbecher für den heimlichen Raucher... Auch wenn es lustig gemeint ist.

Das, was Großeltern selbst als „Aussteuer“- Sachen kannten, z.B. Geschirr, Handtücher oder Bettwäsche, nur, wenn es wirklich ein Wunsch ist, etwa kurz vor dem Auszug bei den Eltern.

Bei Büchern für die Schule, z.B. Wörterbücher oder solchen zur Abi-Vorbereitung, sollte man sich erkundigen, was genau in der Schule empfohlen wird.

Ganz schlimm sind falsche Klamotten (zu kindisch, zu ältlich, zu eng, zu weit, falsche Farbe..., alles kann verkehrt sein). Wer sich nicht sicher ist, sollte Jugendliche lieber nicht einkleiden. Auch wenn sie aus Höflichkeit lügen, fühlen sie sich verkannt und sind ernsthaft frustriert. Im allerhöchsten Notfall etwas kaufen, was so aussieht wie etwas, was sie schon haben und am meisten tragen.

siehe auch:

Die Spiele des Jahres 2006

Die passenden Bücher für jedes Alter

Veröffentlicht am 17. Dezember 2007. (1614 Tage alt) in Ratgeber
 

„Stimmts, Opa“, sagte Anton gestern dicht an meinem Ohr, „das Leben ist ungerecht.“ „Und gefährlich, Alter!“, ranzte ich ihn wütend an. Der Kerl hatte mich aus dem schönsten Schlummer geschreckt.

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