Das sechste Jahr

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Romys sechstes Lebensjahr beginnt. Einige Milchzähne wackeln schon. Ihre bloggende Mama Sabine führt Tagebuch. (sh. unten) Foto: Sabine Warz

Das sechste Jahr ist keine harmonische Lebensphase. Die Kinder wachsen jetzt schnell und oft hat man das Gefühl, das „Innenleben“ kommt nicht schnell genug hinterher.

Zeichen dieser Zerrissenheit sind körperliches Ungeschick (Stoßen, Stolpern, Kaputtmachen) und wetterwendisches Verhalten. Die Kinder wirken mitunter reif und vernünftig, dann wieder benehmen sie sich völlig daneben: herausfordernd und widerspenstig, ruppig, hochnäsig, leicht auf die Palme zu bringen und manchmal rotzfrech. Gern messen sie sich mit anderen, sind aber schlechte Verlierer.

Anna Wahlgren sieht Parallelen zum Trotzalter und zur Pubertät: Es geht um das Streben nach Weiterentwicklung und innerer Unabhängigkeit. Der Preis dafür ist das allmähliche Lösen aus der Geborgenheit der Familie. Gleichaltrige Freunde und andere Menschen werden wichtiger. Probleme der Zeit wie Umweltskandale, Krieg und Terror, inspiriert von Bildern aus dem Fernsehen, werfen Grundsatzfragen auf, die Antworten verlangen.

Sechsjährige können sehr unzufrieden sein mit sich selbst und wirken mitunter unglücklich. Bloße Behauptungen, dass es geliebt wird, tüchtig ist und gut aussieht, bringen dem Kind wenig. Sechsjährige sind nämlich auch große Zweifler. Für ihr Selbstwertgefühl brauchen sie handfeste Beweise ihrer Qualitäten.

So können Großeltern helfen:

  • Geben Sie dem Kind etwas Konkretes zu tun, das für andere nützlich ist. (Schatz, ich brauche deine Hilfe beim Einkaufen.) Auch wenn es sich anfangs sträubt, wird es erleichtert sein über einen „Job“.

  • Sehen Sie nicht über Frechheiten und Nachlässigkeiten hinweg. Dem Kind muss klar sein, welche Normen bei Ihnen gelten: Wir sind freundlich und höflich zueinander. Jeder macht seinen Dreck selbst weg. Benutzte fremde Gegenstände werden ordentlich zurückgegeben, Leckereien werden geteilt usw. Es sollte klar sein, was passiert, wenn es sich nicht daran hält.

  • Geben Sie dem Kind Gelegenheit, sich selbst zu „managen“: Ankleiden, zur Toilette gehen, auf sein Äußeres achten.

  • Inspirieren Sie das Kind, seine Körperbeherrschung zu trainieren: Ballspiele, Balancieren, Klettern, Schwimmen, Radfahren...

  • Geben Sie dem Kind Werkzeug in die Hand: Schere, Pinsel, Hammer, Nägel, Nadel und Faden, Spaten, Schuhputzzeug, Besen und Kehrschaufel...

  • Entmutigen Sie das Kind nie.(Kein Spott, keine unfairen Vergleiche mit anderen Kindern, kein Aus-der-Hand-nehmen von Arbeit: Das kannst du ja doch nicht!)

  • Sparen Sie nicht mit Aufmerksamkeit, Zeit, Zärtlichkeit und Humor.

PS: Unser Fotomodel Romy ist die Tochter von Sabine Warz, Betreiberin der Website Elternrunde. Dort kann man in Online-Tagebüchern seit der Geburt nachlesen, was das Leben mit Kindern so alles mit sich bringt, natürlich auch im 6.Jahr.

Ist mein Enkelkind schulreif?

Bei dieser Frage spaltet sich die Familie oft in zwei Lager. „Lasst doch dem Kind seine Kindheit“, sagen die einen. Die anderen sind der Meinung, dass das Kind reif ist „für den Ernst des Lebens“ und dringend neue Herausforderungen braucht.

Hier einige Kriterien, die Großeltern helfen, sich ein Urteil zu bilden. Da sie die Enkel in Situationen ohne Eltern erleben, haben sie zu folgenden Fragen oft Interessantes zu sagen:

  • Reagiert das Kind freudig auf Aufgaben und packt sie zuversichtlich an?
  • Kann es sich Aufträge merken und führt sie zu Ende?
  • Kann es sich konzentrieren, zeigt es Ausdauer?
  • Sucht es gezielt Hilfe, wenn etwas nicht klappt?
  • Kann es sich anderen Menschen verständlich machen?
  • Kann es zuhören?
  • Kann es sich in Gruppen einordnen und auch unterordnen?
  • Akzeptiert das Kind Regeln?
  • Hat das Kind Respekt vor fremdem Eigentum, besitzt es ein Unrechtsbewusstsein?

Kinderärztliche Beurteilung der Schulfähigkeit

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Veröffentlicht am 23. April 2007. (1229 Tage alt) in Von Null bis 18
 

„Stimmts, Opa“, sagte Anton gestern dicht an meinem Ohr, „das Leben ist ungerecht.“ „Und gefährlich, Alter!“, ranzte ich ihn wütend an. Der Kerl hatte mich aus dem schönsten Schlummer geschreckt.

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kussmann