Enkelkinder!

Wer Kinder hat, rechnet damit, irgendwann Großmutter bzw. Großvater zu werden. Wenn es soweit ist, kommen Freude und gleichzeitig leises Unbehagen auf. Wie wächst man in die neue Rolle hinein, wenn man mitten im Arbeitsleben steht und keine Abstriche von seinen Freizeitansprüchen machen möchte? Wie viel Hilfe erwarten Töchter und Söhne von Müttern und Vätern, die seinerzeit fest mit der Hilfe ihrer Eltern rechnen konnten, die offenbar grenzenlos Zeit hatten. Was ist, wenn man nur angeheiratet ist? Wie will man überhaupt genannt werden? Oma und Opa? Großmutter und Großvater? Petra und Lothar?
Die alten verkitschten Leitbilder von der weißhaarigen, selbstlosen, kochenden und backenden Großmutter und dem handwerkelnden brummig-lieben Opa taugen nicht mehr. Heute herrscht "Rollenpluralismus", jeder muss seinen Part finden. Aber das ist schwer, wenn man sich selbst insgeheim an Klischees misst.
Adelheid Müller-Lissner suchte das Gespräch mit Großeltern, Großelternforschern, Psychologen, Biologen, Ärzten und Erziehungsberatern. Ihr sorgfältig recherchiertes, unaufdringliches Buch bietet einen Überblick über den Beitrag, den die „jungen Alten“ heute tatsächlich für Kinder und Enkel leisten, sogar in Fernbeziehungen, und wie sie sich dabei fühlen.
U.A.
Adelheid Müller-Lissner, "Enkelkinder!" Eine Orientierungshilfe für Großeltern.Ch. Links Verlag, Berlin, ISBN-13: 978-3-86153-409-9


