Ferdinand ist weg

Gestern abend wollte Anton mit Ferdinand spielen, aber der Hamster war weg.

Ich glaube, er hat es satt, ständig durch die Labyrinthe aus Legosteinen gejagt zu werden, mit denen Anton seine Intelligenz testet.

Jedenfalls hat die ganze Familie wie verrückt gesucht. Vergeblich. Bruno ist als Spürhund eine glatte Null. Anton sagt "Such!" Und der Blödmann wedelt nur mit dem Schwanz.

Irgendwo in Antons Zimmer muss Ferdinand aber sein. Roland schlug vor, Futter aufzustellen, damit er nicht verhungert. Wiebke war mehr für einen Verbandskasten, falls der Hamster in Antons Chaos einen Unfall erleidet.

Beate meinte, wir sollten einfach den Käfig offen lassen: "Der kommt von selbst zurück." So war es dann auch, wir fanden Ferdinand heute morgen schlafend neben seinen Vorräten. Da kann man mal sehen, dass Besitz und Freiheit nicht zusammen passen.

Veröffentlicht am 29. Mai 2006. (2182 Tage alt) in Kussmann
 

„Stimmts, Opa“, sagte Anton gestern dicht an meinem Ohr, „das Leben ist ungerecht.“ „Und gefährlich, Alter!“, ranzte ich ihn wütend an. Der Kerl hatte mich aus dem schönsten Schlummer geschreckt.

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