Deutscher Jugendliteraturpreis 2006
In diesem Jahr wird der Deutsche Jugendliteraturpreis zum 51. Mal verliehen. Seit Jahrzehnten dient der Preis als Orientierungshilfe im oftmals unüberschaubaren Angebot an Kinder- und Jugendliteratur.
Die 27 nominierten Titel sind nicht nur uneingeschränkt empfehlenswert, sondern auch wichtig für die Leseförderung. Bundesweit werden in Bibliotheken, Buchhandlungen und Schulen Aktionen mit den nominierten Büchern durchgeführt, um Kinder zum Schmökern anzuregen.
Eine unabhängige Jugendjury verleiht den "Preis der Jugendjury". Sie besteht aus sechs über die Bundesrepublik verteilten Leseclubs. Parallel dazu setzt sich die Kritikerjury aus neun erwachsenen Juroren zusammen. Sie vergibt den Deutschen Jugendliteraturpreis in den Sparten Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch und Sachbuch. Die Jurys prüfen die Bücher aus der Produktion des Vorjahres und nominieren davon fünf bis sechs Titel pro Sparte. Die Kritikerjury zeichnet jeweils ein Buch pro Sparte aus.
Die Bewertungskriterien der jeweils amtierenden Jurys mögen sich – ähnlich wie unser Bild von der Kindheit – im Laufe der Jahrzehnte gewandelt haben. Nicht gewandelt hat sich die Unabhängigkeit der Jurys, die ihre Auswahl frei von Verlagsinteressen und Bestsellerlisten treffen.
In diesem Jahr feiert der Deutsche Jugendliteraturpreis sein 50-jähriges Jubiläum. Preisstifterin Dr. Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, wird die Sieger am 6. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse bekannt geben und die Preise verleihen. Die Preissumme beträgt 8.000 Euro pro Sparte. Zusätzlich erhalten die Sieger eine Skulptur, die Michael Endes "Momo" darstellt.
Der Sonderpreis 2006 für das Gesamtwerk einer deutschen Illustratorin oder eines deutschen Illustrators wird ebenfalls am 6. Oktober auf der Buchmesse verliehen. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung für ein Gesamtwerk ist Teil des Deutschen Jugendliteraturpreises und wird im jährlichen Wechsel an deutsche Autoren, Illustratoren und Übersetzer verliehen.
Der Deutsche Jugendliteraturpreis wird als einziger Staatspreis für Literatur seit 1956 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gestiftet und jährlich verliehen. Zu den Preisträgern der vergangenen Jahre gehören Jostein Gaarders “Sofies Welt“ (1994) und “Rennschwein Rudi Rüssel“ (1990) von Peter Timm. Barbara Leuschner
Die Preisträger


