Geld: Zusatzrente von der Bank
Immer mehr Deutsche setzen auf private Altersvorsorge. Sie soll ihnen ihren gewohnten Lebensstandard sichern, wenn die gesetzliche Rente nicht ausreicht. Dafür sparen sie Monat für Monat eine bestimmte Summe.
Irgendwann ist das Ersparte dann auf dem Konto, wenn zum Beispiel eine Lebensversicherung fällig wurde. Oft handelt es sich um hohe Beträge von mehreren Tausend Euro. Die gilt es möglichst geschickt anzulegen, damit sie die Rente möglichst lange aufbessern. Die Stiftung Warentest rät, in erster Linie die Sicherheit der Geldanlage im Blick zu haben. Erst an zweiter Stelle kommt die Rendite.
Private Rentenversicherung
Ohne Risiko und weit verbreitet sind private Rentenversicherungen. Dabei wird einmalig eine Summe eingezahlt, für die es dann monatliche Rentenzahlungen gibt. Rentenversicherungen haben den Vorteil, dass sie die Rentenzahlung bis zum Lebensende garantieren. Aber sie sind im Vergleich zu anderen Finanzprodukten relativ teuer. Nach Meinung der Warentester rechnen sich private Rentenversicherungen nur für diejenigen, die sehr alt werden.
Außerdem gibt es enorme Unterschiede zwischen den Rentenversicherern, wie die Stiftung Warentest feststellte. Bei ihrem Test schwankte die Monatsrente zwischen 450 beim schwächsten und 480 Euro beim besten Angebot.
Bankauszahlplan - mit und ohne Kapitalverzehr
Renditestärker ist ein Bankauszahlplan. Auch da zahlt der Kunde eine bestimmte Summe ein. Dafür bekommt er für die vereinbarte Laufzeit monatliche Auszahlungen. Er hat die Wahl zwischen einem Banksparplan mit Kapitalverzehr oder mit Kapitalerhalt. Bei ersterem fallen die monatlichen Zinsen höher aus, allerdings ist am Ende der Laufzeit das Geld weg. Das sollten Anleger beachten, die bis zum Lebensende ein Teil ihrer festen Kosten aus der Zusatzrente bestreiten müssen.
Beim Banksparplan ohne Kapitalverzehr kann sich der Anleger seine monatliche Rente sichern und bekommt am Ende der Laufzeit das Kapital zurück. Ausgezahlt werden nur die Zinsen, also ist die Monatsrente viel geringer als bei Auszahlplänen mit Kapitalverzehr. Dafür ist aber eine ewige Rente möglich und der Anleger kann das Ersparte an die Nachkommen vererben.
Bankauszahlpläne sind sichere Geldanlagen. Die Höhe der Zinsen und die Laufzeit werden bei Vertragsabschluss festgelegt. Daran ändert sich dann nichts mehr. So kann der Anleger sicher kalkulieren. Nachteil der Bankauszahlpläne ist ihre Unflexibilität. Einmal getroffene Vereinbarungen lassen sich nur schwer rückgängig machen. Wer zum Beispiel vorzeitig an sein Geld will, hat schlechte Karten.
Vor dem Abschluss eines Bankauszahlplanes lohnt es sich, die Zinsen zu vergleichen. Schon wenige Prozentpunkte machen viel aus. Bei einer zehnjährigen Anlage von 25 000 Euro zu 3,75 Prozent bekommt der Kunde bei Kapitalverzehr monatlich knapp 250 Euro. Bei einem Zinssatz von 5 Prozent sind es monatlich ca. 265 Euro.
Bankauszahlpläne sind schon für relativ geringe Anlagesummen zu bekommen. Die meisten Banken wollen mindestens 10 000 Euro sehen, es gibt aber auch Angebote für 5000 und sogar für 2 500 Euro.


