Tomi Ungerer

Ein Erbstück vom Großvater half dem jungen Tomi Ungerer in Zeiten von Einsamkeit und Trauer. Es war eine Spieldose mit Messinggehäuse, die dieser als Gesellenstück angefertigt hatte.

Das Kind, das sich durch den frühen Tod des Vaters benachteiligt fühlte, zog in unbeobachteten Momenten diese Dose auf, lauschte der Musik und konnte endlich Tränen fließen lassen.

„Papa war nicht mehr bei uns, aber ich spürte seine Gegenwart, als riefe ich ihn mit dieser Musik herbei“, erzählt Ungerer. Die Spieldose, noch heute in seinem Besitz, sei für ihn immer eine Art Telefon ins Jenseits geblieben, schrieb der Cartoonist, Autor und Zeichner in seiner Autobiografie.

Veröffentlicht am 18. September 2006. (2070 Tage alt) in Prominente
 

„Stimmts, Opa“, sagte Anton gestern dicht an meinem Ohr, „das Leben ist ungerecht.“ „Und gefährlich, Alter!“, ranzte ich ihn wütend an. Der Kerl hatte mich aus dem schönsten Schlummer geschreckt.

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kussmann