Ist ein "Hundekuss" gesund für Kinder?

Meine Mutter hat einen Labrador, den sie abgöttisch liebt. Alles, was das Tier macht, ist einfach toll. Sie findet auch nichts dabei, wenn er meiner dreijährigen Tochter die Hand oder das Gesicht leckt. Früher Kontakt mit Tieren schützt Kinder vor Allergien, behauptet sie. Ist da wirklich was dran?

Marina Kolbe, Senzig

Übertriebene Hygiene tut Kindern tatsächlich nicht gut. Ihr Immunsystem braucht Training, um eine starke Abwehr auszubilden. Das bietet sich durch das Zusammensein mit anderen Kleinkindern oder auch mit Tieren.

Die These von der „Gesundheit auf vier Pfoten“ ist allerdings umstritten. Viele Fachleute meinen sogar, in den ersten Lebensjahren eines Kindes sollte man generell auf Fell tragende Haustiere verzichten. Nach Pollen, Hausstaub und Katzen sind Hunde zu 12,6 Prozent Auslöser von Allergien.

Wenn der Hund normalerweise bei Ihrer Mutter lebt und das Kind mit ihm nur gelegentlich Kontakt hat, besteht nur ein geringes Risiko, dass es Allergien entwickelt. Ist das Zusammensein häufig, sollte das Tier regelmäßig vom Tierarzt untersucht werden. Nicht wegen der Allergiegefahr, sondern um auszuschließen, ob er Krankheiten überträgt. Die meisten Hundekrankheiten sind für Menschen nicht ansteckend. Einige aber doch, zum Beispiel Tollwut.

Dass der Hund Ihr Kind ableckt, sollten Sie auf keinen Fall hinnehmen. „Die Zunge eines Hundes ist nicht nur sein Waschlappen, sondern auch sein Toilettenpapier“, bemerkt dazu der amerikanische Tierarzt Gary Clemons, der Tierhalter in einer eigenen Radiosendung berät. „Welche Art Bakterien dann sein Maul besiedeln, kann man sogar riechen.“ U.A.

Expertenmeinungen, Tipps zum Vorbeugen gegen Allergien

Veröffentlicht am 5. September 2006. (2083 Tage alt) in Kummerkasten
 

„Stimmts, Opa“, sagte Anton gestern dicht an meinem Ohr, „das Leben ist ungerecht.“ „Und gefährlich, Alter!“, ranzte ich ihn wütend an. Der Kerl hatte mich aus dem schönsten Schlummer geschreckt.

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kussmann