Was ist mein Erziehungsstil?

Mit einem Test, den die „GEO Wissen“ Nr. 37 veröffentlichte, kann man es herausfinden.

Spannend ist er nicht nur für jemanden, der erfahren will, wie er mit seinen Enkeln umgeht oder mit seinen eigenen Kindern umging. Im Prinzip weiß man das natürlich. Aber ob beispielsweise die liebevolle Zuwendung, die man Kindern schenkt, bereits zu schädlicher Überbehütung tendiert, ist schon gut zu wissen.

Der Test funktioniert auch rückwirkend: Man stellt sich vor, wie man als Kind die eigenen Eltern erlebt hat, füllt unter diesem Blickwinkel die Fragen aus und gewinnt Hinweise auf die eigene Erziehungsgeschichte.

Erziehungswissenschaftlerin Dr. Sigrid Tschöpe-Scheffler von der Fachhochschule Köln entwickelte den Test, der aus 36 Fragen besteht, dafür aber auch Aussagen liefert, von denen man tatsächlich profitieren kann. Ich habe beispielsweise herausgefunden, dass ich ausgesprochen partnerschaftlich mit Kindern umgehe und nicht zur Bevormundung neige. Dafür ist mein Erziehungsstil aber allzu flexibel, situations- und stimmungsabhängig, was Wissenschaftler als „Tendenz zum Chaos“ auslegen.

Macht nix, sagt Tschöpe-Scheffler. Es gibt keinen richtigen oder falschen Erziehungsstil. Die Warnung vorm Chaos ist nur eine Anregung, mal darüber nachzudenken, ob man es sich selbst leichter machen kann, indem man Regeln aufstellt. Und einhält!

Online existiert der Test leider nicht. Er ist aber nicht nur in der GEO Wissen (Nr.37, „Kindheit & Erziehung. Die ersten zehn Jahre“ erschienen, sondern auch als Buch:

S.Tschöpe-Scheffler, „Perfekte Eltern und funktionierende Kinder? Vom Mythos einer richtigen Erziehung.“ Verlag Barbara Budrich

Veröffentlicht am 24. August 2006. (2095 Tage alt) in Wussten Sie schon
 

„Stimmts, Opa“, sagte Anton gestern dicht an meinem Ohr, „das Leben ist ungerecht.“ „Und gefährlich, Alter!“, ranzte ich ihn wütend an. Der Kerl hatte mich aus dem schönsten Schlummer geschreckt.

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kussmann