Spielen: Überlebens-Set für Großeltern

Bei Großeltern sammeln sich häufig schöne, teure Spielzeuge an, die sie für den Besuch der Enkel bereithalten.

Tun Sie nicht zuviel des Guten, warnt Helga Gürtler, Autorin des Ratgebers „Kinder lieben Großeltern“ und selbst dreifache Großmutter.

Sie rät, gerade in den ersten Jahren einfach alltägliche Gegenstände zu Spielzwecken umzufunktionieren: Eierkartons, Kronkorken, Wäscheklammern, Decken, Bindfaden, kleine bunte Plastikdosen, Knöpfe, Hüte – und natürlich den großen Karton, in den die neue Waschmaschine verpackt war. All das bietet kleinen Kindern Anregungen, sich zu beschäftigen und beflügelt die Phantasie.

Der „Gerümpelkorb“

Aus Eierkartons und Bindfaden beispielsweise lässt sich eine „Eisenbahn“ herstellen, die man wunderbar beladen kann. Aus Wäscheklammern und Tüchern wird eine Höhle. Der Waschmaschinenkarton wird zum Puppenhaus, zum Ozeandampfer oder „Gefängnis.“

Halten Sie eine kleine Sammlung spieltauglicher Dinge in einer Kiste für den Besuch der Enkel bereit. Sie werden staunen, was sich damit anfangen lässt – und was Ihnen selbst plötzlich zu Dingen einfällt, die Sie sonst wegwerfen.

Die „Basics“

Eine kleine Grundausstattung an klassischen Spielsachen parat zu haben, kann allerdings trotzdem nicht schaden. Dazu gehören möglichst variable Bausteine, Buntstifte, Papier, Wachsmalkreide und Knete.

Kinder, die gerade laufen können, mögen Spielzeug zum Bewegen: etwas zum Hinterherziehen, Schieben oder Draufsetzen. Zum Beispiel ein solides Holz-Lastauto. Ein, zwei Tiere oder Puppen, die man füttern, spazieren führen und vielleicht sogar baden kann, sollten vorhanden sein, wenn die Kinder alt genug für Rollenspiele sind.

Achten Sie beim Anschaffen dieser Sachen darauf, dass sie kindliche Experimente aller Art auch wirklich aushalten. Kaufen Sie „besondere“ Stifte in einer schönen Schachtel und lassen Sie sich nicht erweichen, sie den Kindern mit nach Hause zu geben. Sie sollen sich darauf freuen, die Sachen beim nächsten Mal bei Ihnen wieder vorzufinden und benutzen zu dürfen.

Dazu ein gut illustriertes Buch mit Märchen und Gute-Nacht–Geschichten – und die Enkel können kommen.

Veröffentlicht am 8. September 2006. (2080 Tage alt) in Ratgeber
 

„Stimmts, Opa“, sagte Anton gestern dicht an meinem Ohr, „das Leben ist ungerecht.“ „Und gefährlich, Alter!“, ranzte ich ihn wütend an. Der Kerl hatte mich aus dem schönsten Schlummer geschreckt.

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kussmann