Angelica Domröse

Die Schauspielerin hat heute noch Angst vor Gewittern, weil ihre Oma Wilhelmine zu sagen pflegte, die Blitze seien "der Finger Gottes"...

Trotzdem war diese Oma der Schutzengel ihrer Kinderzeit.

Angelica Domröse wuchs mit einem gewalttätigen Stiefvater auf. Der einzige Mensch, der sie manchmal vor seinen willkürlichen Strafen rettete, wie zum Beispiel stundenlanges Stehen im Flur, war seine eigene Mutter, eben diese Oma Wilhelmine, eine Bäuerin aus Ostpreußen. Sie holte das Kind kurzerhand in die Wohnung ohne zu fragen ,was es denn verbrochen habe.

Wilhelmine nannte ihre immer blasse Enkelin Schneewittchen und ermahnte sie, mehr Äpfel zu essen. Den Sommer verbrachte das Stadtkind immer bei der Oma im Garten in Lehnitz, wo es eine Schaukel an einer hohen Pappel gab. „Ohne meine Oma hätte ich nicht gewusst, wie sich eine Pappel von einem Kirschbaum unterscheidet“, sagt Domröse.

Veröffentlicht am 9. Juni 2006. (2170 Tage alt) in Prominente
 

„Stimmts, Opa“, sagte Anton gestern dicht an meinem Ohr, „das Leben ist ungerecht.“ „Und gefährlich, Alter!“, ranzte ich ihn wütend an. Der Kerl hatte mich aus dem schönsten Schlummer geschreckt.

weiter

kussmann